Agile Führungskräfteentwicklung ist in aller Munde. Trifft das auch im Projektmanagement zu bzw. wann ist es empfehlenswert agile Methoden einzusetzen? Wir haben bei Lorenz Gareis nachgefragt.


Das Wort „agil“ wird ja nun seit einiger Zeit – Pardon – wie die Sau durchs Dorf getrieben. In der Regel völlig undifferenziert. Man muss hier unterscheiden. Geht es um uns agile Werte und Prinzipien oder geht es um den Einsatz agiler Methoden?

Agile Werte und Prinzipien sind hochgradig relevant, weil sie aus meiner Sicht absolut stimmig mit einem modernen Projektmanagementverständnis vereinbar sind. Agilität ist eine Eigenschaft einer Organisation – bedeutet, ein Projekt kann agil sein, ohne agile Methoden einzusetzen. Aufgrund der Werthaltung, der Beziehungsgestaltung zu Stakeholdern, des Denkens in Iterationen etc. Und dann gibt es Fälle, wo es tatsächlich sinnvoll ist in Projekten agile Methoden einzusetzen.

Kann ich heutzutage im Projektmanagement arbeiten und die Augen vor dem Thema „Agilität“ verschließen – ganz sicher nicht bzw. nicht lange erfolgreich. ProjektmanagerInnen müssen in der Lage sein, den Brückenschlag zwischen „klassisch“ und „agil“ zu meistern und benötigen das Fingerspitzengefühl adäquate Methoden einzusetzen. Müssen alle ProjektmanagerInnen zu Scrum Mastern ausgebildet werden? Mit Sicherheit nicht. Denn agile Methoden sollten in Projekten auf der Ebene der Subteams eingesetzt werden, dort wo die tatsächliche inhaltliche Arbeit erfolgt.

 

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Über den Autor

Lorenz Gareis

Managing Director, RGC