Summary

Achtung: Krisenarten sind zu differenzieren, unterschiedliche Krisen können zusammenhängen, zum Definieren von Krisen benötigt es Mut, Krisen sind rechtzeitig zu beenden und das Gestalten des „Next Normal“ stellt eine Phase der Krisenbewältigung dar. Es werden Ziele, Strategien und Maßnahmen zum Krisenbewältigen unter Berücksichtigung des Gestaltens des „Next Normal“ von projektorientierten Unternehmen dargestellt. Für die RGC werden Prozesse des Krisenmanagements und konkrete Maßnahmen zur Gestaltung des „Next Normal“ beschrieben. Auf das Bewältigen von Projektkrisen wird hier nicht eingegangen.

Hypothese 1: Krisenarten werden zu wenig differenziert.

Eine mangelnde Differenzierung möglicher Krisenarten und der unterschiedlichen Aufgaben des Krisenmanagements verursacht strukturelle und kulturelle Unklarheiten. Unterschiedliche soziale Systeme, nämlich Gesellschaften, Unternehmen bzw. Unternehmensbereiche, aber auch Programme und Projekte – als temporäre Organisationen – können Krisen haben (siehe Abb. 1).

Abbildung 1: Soziale Systeme1
1Gareis, R., Gareis, L.; PROJEKT.PROGRAMM.CHANGE, Manz Verlag, Wien 2017, Seite 30

In Österreich können aktuell auf gesellschaftlicher Ebene die Corona-Gesundheitskrise, die Corona-bedingte Wirtschaftskrise und eventuell eine soziale Krise unterschieden werden. Durch die österreichische Bundesregierung aber auch durch die Medien werden hier aber formal keine Differenzierungen vorgenommen. Weder die unterschiedlichen Anlässe, noch die unterschiedlichen Dauern und noch weniger die jeweils Betroffenen dieser Krisen werden klar differenziert. Die Ziele und Maßnahmen, die notwendigen Budgets zur Krisenbewältigung und die je Krisenart erzielten Ergebnisse sind nicht transparent. Die Krisenbewältigung und die Krisenkommunikation sind dadurch wenig effizient und effektiv...

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Über den Autor

Roland & Lorenz Gareis

Managing Director, RGC